MTU startet Bohrungen für Tiefen-Geothermie

Januar 2024

 

Thermalwasservorkommen in rund zwei Kilometern Tiefe soll zukünftig die Wärmeversorgung mit Gas weitgehend ersetzen

 

Die MTU startet mit den Bohrarbeiten im nordöstlichen Bereich des Werksgeländes an der Dachauer Straße. Nach der traditionellen Meißelweihe Anfang Dezember und den sicherheitstechnischen Abnahmen und Leistungstests beginnt nun die Erkundungsbohrung. Im Rahmen der Bohrarbeiten kommt es an der Bohrstelle zu unterschiedlichen Signaltönen, zu sichtbaren Wasserdampf-Austritten und Flammenbildung durch die kontrollierte Abfackelung von eventuell austretendem Gas. Dies stellt keine Gefahr dar.

 

Sollte die Erkundungsbohrung das erwartete Wasserreservoir auffinden, wird daraus durch das Einbringen der Pumpe die Förderbohrung. Danach wird die zweite Bohrung (Injektionsbohrung) gesetzt. Diese beiden Bohrpfade starten vom selben Bohrplatz. Vom MTU-Werksgelände aus sollen sie mit einer Länge von jeweils rund drei Kilometern bis in 2.200 Metern Tiefe im Molassebecken reichen. Voraussichtlich Mitte 2025 ist das Wärmeverteilzentrum errichtet. Ab dann kann die MTU CO2-emissionsfreie Wärme aus der Tiefengeothermie für den Standortbetrieb nutzen. 

 

Bereits im Juli 2020 hatte die MTU die Genehmigung für eine Machbarkeitsstudie bezüglich technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Umsetzung von Tiefengeothermie erhalten. Diese hatte das Potenzial der Tiefengeothermie für diesen Standort bestätigt. Aktuelle Informationen finden Sie stets unter https://www.mtu.de/de/ueber-uns/corporate-responsibility/produktion-instandsetzung/geothermie/

 

 

Foto: MTU Aero Engines AG