Anpassungen an den Klimawandel in Karlsfeld

Anpassungen an den Klimawandel in Karlsfeld

Städte sind unser primärer Aufenthaltsraum, aber auch besonders verwundbar gegenüber den sich verschärfenden Auswirkungen des Klimawandels. Hitzewellen, Starkregenereignisse und längere Trockenperioden stellen eine wachsende Bedrohung für die Gesundheit der Bewohner, die städtische Infrastruktur und die lokale Wirtschaft dar. Weil die Weltgemeinschaft den globalen Klimawandel nicht im notwendigen Umfang bremsen wird, werden lokale Anpassung an die unvermeidbaren Folgen zur notwendigen und zukunftsorientierten Investition.


Investitionen in Zeiten klammer Kassen?
Internationale Studien und Erfahrungen zeigen, dass jeder Euro, der heute in die Anpassung investiert wird, langfristig erhebliche Schäden verhindert und damit einen volkswirtschaftlichen Nutzen generiert.
Eine proaktive Klimaanpassung in städtischen Räumen sichert die Lebensqualität, schützt kritische Infrastrukturen und minimiert langfristige Katastrophenkosten. Jede verzögerte Maßnahme erhöht die zukünftigen Schäden und die Komplexität der notwendigen Gegenstrategien. Statt auf Krisen zu reagieren, können Städte durch vorausschauende Planung widerstandsfähiger und attraktiver werden. 

 

Anpassungen an den Klimawandel in Karlsfeld 

 

Abbildung 1Volkswirtschaftliche Folgen durch Anpassung an den Klimawandel 

(Quelle: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/M-O/Merkblaetter/merkblatt-klimawandelfolgen-in-deutschland-zusammenfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=6) 

 

Examplarische Maßnahmen für eine resiliente Stadt 

 

Die Palette an effektiven Anpassungsmaßnahmen ist vielfältig und sollte integraler Bestandteil der Stadtentwicklung sein: 

 

Maßnahme Zielsetzung
Gründächer und Fassadenbegrünung Natürliche Kühlung durch Verdunstung, Bindung von Feinstaub, Wasserrückhaltung.
Entsiegelung und Schaffung von Grünflächen Erhöhung der vegetativen Kühlflächen, Verbesserung der Luftzirkulation.
Strategische Baumbepflanzung

Bereitstellung von Schatten, insbesondere entlang von Verkehrswegen und Plätzen. 

Rechtzeitige Neupflanzung um flächendeckend erwartbarem Pflanzensterben zu begegnen

Einsatz heller Oberflächenmaterialien Reduktion der Wärmeabsorption von Straßen und Dächern.
Schwammstadt-Prinzip Ermöglichung der dezentralen Versickerung und vor allem Speicherung von Regenwasser, um Auswirkungen von Starkregenereignissen zu mindern.
Schutz kritischer Infrastruktur Berücksichtigung von Hochwasserschutz bei allen Bauvorhaben, auch privater Natur.

 

Michael Fritsch 

Klimaschutzreferent des Gemeinderates 

 

Foto: Unsplash