Ein Naturparadies mit Zukunft in Karlsfeld

Ortstermin Blühflächen 2019

Gemeinsames Engagement: V.l.: Esther Veges vom Landschaftspflegeverband Dachau, 1. Bürgermeister Stefan Kolbe, Sybille Hein von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Dachau, Jagdpächter Maximilian Schuster, Walter Winkler von der Jagdaufsicht und Georg Bichler vom Jagdschutz- und Jägerverein Dachau.

(KA) Seit dem „Bienen-Volksbegehren“ ist der Insektenschutz ein großes Thema. Dies ist auch der Gemeinde Karlsfeld ein großes Anliegen und geht daher im Bereich Naturschutz mit einem guten Beispiel voran. Die Gemeinde besitzt eine knapp zwei Hektar große Ausgleichsfläche neben dem Umspannwerk am Hadinger Weg. Die Fläche dient als Ausgleichsfläche für den Bebauungsplan Nr. 82 (Karlsfeld West / ehemaliges Bayernwerkgelände) und ging vor einigen Jahren von e.on an die Gemeinde Karlsfeld über.

 

Nun wurde in Kooperation mit Jagdpächter, Landschaftspflegeverband Dachau e.V., Unterer Naturschutzbehörde und Gemeinde Karlsfeld eine sog. „Habitat-Fläche“ für seltene Pflanzen und Tiere geschaffen. Karlsfeld bietet dort ein Naturparadies: eine Blühwiese mit Kräutern, in der Sonnenblumen in die Höhe sprießen, Schmetterlinge kreisen, seltene Pflanzen wie die Iris sibirica zu sehen sind und sich Insekten austoben können. Hasen und Rehe sowie vor allem Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, finden in den hohen Büschen ihren Schutz. „Auf der Habitat-Fläche sei früher mitten in der Blütezeit gemäht worden“, so Walter Winkler von der örtlichen Jagdaufsicht. Heute wird allenfalls ein Balkenmähwerk eingesetzt, das Insekten weniger schädigt und damit schonender mit der Natur umgeht.

 

Jagdpächter Maximilian Schuster hat im Mai eine Vereinbarung über die Nutzung einer Teilfläche mit der Gemeinde Karlsfeld abgeschlossen und gestaltet das Areal mit. Besonders gelobt wurde von allen Seiten die gute Zusammenarbeit der Behörden und Verbände. „Karlsfeld ist eine von den guten Gemeinden, was Ausgleichsflächen angeht“, bekräftigt Sybille Hein von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Dachau. Ein Lob, das Bürgermeister Stefan Kolbe gerne annahm.

Gemeinsames Engagement: V.l.: Esther Veges vom Landschaftspflegeverband Dachau, 1. Bürgermeister Stefan Kolbe, Sybille Hein von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Dachau, Jagdpächter Maximilian Schuster, Walter Winkler von der Jagdaufsicht und Georg Bichler vom Jagdschutz- und Jägerverein Dachau.

 

Foto: KA

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