Ein Fest mit Tradition: Sankt Martinsfest in Karlsfeld

Ein Fest mit Tradition: Sankt Martinsfest in Karlsfeld

Nachdem das erste ökumenische Sankt Martinsfest, veranstaltet von der Korneliusgemeinde und den beiden Pfarreien Sankt Anna und Sankt Josef, im letzten Jahr ein großer Erfolgt war, laden die Kirchengemeinden auch in diesem Jahr am 10. November zu einem Martinsfest ein. Bürgermeister Stefan Kolbe hat wieder die Schirmherrschaft übernommen.

 

Die Laternenumzüge gehen auf Lichterprozessionen zurück, die in der christlichen Tradition am Vorabend von hohen Festen stattfanden. Dabei hat das Licht in der christlichen Symbolik eine besondere Bedeutung: es steht für Christus und für die Heiligkeit Gottes.

Martin, ein römischer Soldat (geboren um 316), traf im Winter auf einer Straße einen armen Bettler. Der spärlich bekleidete Mann flehte Martin um eine Gabe an. Daraufhin teilte dieser seinen Mantel mit dem Schwert und gab dem Bettler eine Hälfte des Mantels, so die Legende. In der folgenden Nacht erschien dem Martin Jesus Christus im Traum und gab sich als der Bettler zu erkennen, mit dem er den Mantel geteilt hatte. Dieses Ereignis war für Martin der Auslöser, sich taufen zu lassen und seinen Soldatendienst aufzugeben.

Später wurde Martin Bischof von Tours, wo er für seinen besonders asketischen Lebensstil bekannt war. Nach seinem Tod im Jahre 397 wurde Martin vom Papst heiliggesprochen. Bis heute erinnern die zahlreichen Martinsumzüge und –feste an das vorbildliche Handeln des Heiligen.

 

Das Karlsfeder Martinsfest findet am Sonntag, 10. November statt. Es geht wieder in einem sternförmigen Zug von den einzelnen Treffpunkten aus zum Bruno-Danzer-Platz (Neue Mitte). Die Züge starten um 17.00 Uhr an der Korneliuskirche, an der Sankt Anna Kirche, am Feuerwehrhaus (Falkenstraße) und am Kindergarten Flohzirkus (Nähe Hallenbad). Sobald die Züge den Bruno-Danzer-Platz erreicht haben, findet dort ein Martinsspiel statt.

 

Nach dem Spiel werden wieder Martinsgänse an die Kinder verteilt, die eingeladen sind, es dem heiligen Martin nachzumachen und die Gans mit anderen zu teilen. Warum gerade eine Gans? Als, der Legende nach, der sehr bescheidene und zurückhaltende Martin von seiner Bischofswahl erfuhr, soll er sich in einem Gänsestall versteckt habe, um der Wahl zu entgehen. Doch die Gänse haben ihn mit ihrem lauten Geschnatter verraten und so fanden ihn die Bewohner von Tour doch noch.

 

Foto: Korneliuskirche

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