Von Arbeit nicht nur träumen

Von Arbeit nicht nur träumen

Deutschlernen ist die Voraussetzung für den Arbeitsmarkt. Hier: Mit Hanns und Verena

„Arbeiten in Deutschland“ ist ein riesiges Thema für die Flüchtlinge bei uns. Sie haben einen starken Willen zur Arbeit und freuen sich, wenn sie die Gelegenheit haben, sich in den Arbeitsmarkt einzubringen.

 

Einige von ihnen haben es geschafft: Sie haben ein Praktikum oder eine Stelle in der Fertigung, Gastronomie oder Reinigung gefunden. Andere sind froh, in arbeitsvorbereitenden Maßnahmen des Berufsförderzentrums (bfz) oder in die Berufsschule Dachau gehen zu können. „Ich bin eine Lerner“ sagt einer von ihnen.

Viele haben Träume: „Ich möchte Koch werden“, sagt Nasir Hussain. Er ist 33 Jahre alt und kommt aus Pakistan. In seiner neuen Wohnung in der Parzivalstraße duftet es wunderbar nach Gewürzen. Von einer Ausbildung zum Automechaniker träumt Ahmed. Zurzeit arbeitet er bei Burger King am Ostbahnhof.

 

Informationen über das Arbeiten und Leben in Deutschland vermittelte schon zum 2. Mal ein Workshop des Helferkreises. Er verweist auf die zentrale Herausforderung für die Flüchtlinge: Die deutsche Sprache zu erlernen, um auf dem Arbeitsmarkt mittel- und langfristig Fuß zu fassen und bestehen zu können. „Deutsch ist eine so schwere Sprache“, seufzen die Flüchtlinge oft. Dennoch ist es erstaunlich, mit welcher Energie sich viele von ihnen in das Abenteuer Sprache hineinbegeben und welch beachtliche Erfolge sie schon nach wenigen Monaten vorweisen können.

 

Vermittelt wird in diesen Workshops auch, dass in der Arbeitswelt Werte wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Fleiß von großer Bedeutung sind.

Auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist ein wichtiges Thema, ebenso wie der deutsche Anspruch auf die Gleichwertigkeit der Religionen und der stets respektvolle Umgang untereinander, unabhängig von Geschlecht, Glaube und Herkunft.

 

„Die Teilnehmer des Workshops sind an allen Inhalten sehr interessiert und bringen sich rege ein. Sie zeigen sich für die Unterstützung sehr dankbar“, so die Mitglieder der Gruppe Arbeit, die diese Workshops im Bürgertreff organisieren. Weitere Workshops sind bereits in Planung.

 

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