Die Kriegsjahre in Karlsfeld

Durch die Fliegerangriffe der Alliierten auf München und den nahen BMW-Großbetrieb war Karlsfeld ständig in Gefahr. Eine Luftaufnahme von 1946 zeigt die Bombentrichter und Überlebensgräben. Noch lange Jahre nach Kriegsende fanden die Bauern bei der Feldarbeit "Erinnerungsstücke" an die Kriegsjahre.

 

1944 wurde Karlsfeld schwer in Mitleidenschaft gezogen, das Mühlich-Anwesen und das Baumgartner-Haus in der Münchner Straße wurden zerstört, die Häuser Edelmann, Freis und Hufnagl schwer beschädigt, es wurden 360 Sprengbomben abgeworfen und es gab vier Tote.

 

Ab 1944 gab es keinen Schulunterricht mehr, weil das Schulhaus in Ludwigsfeld durch Bomben zerstört worden war. Erst 1945 fand im Saal eines Ludwigsfelder Wirtshauses wieder Unterricht statt.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Mahnmal an der Allacher StraßeÜber die Zeit während des Naziterrors gibt es kaum gesicherte Unterlagen. Sicher ist jedenfalls, dass man dem kleinen bäuerlichen Straßendorf kaum Bedeutung zubilligte - abgesehen von der Kiesgewinnung, durch die der Karlsfelder See entstand, und der Tatsache, dass Karlsfeld an der Hauptstraße zwischen München und Dachau lag.

 

Auf dieser trieben SS-Soldaten kurz vor Kriegsende die KZ-Häftlinge auf ihrem "Todesmarsch" in Richtung Tirol.

 

Ein Mahnmal an der Allacher Straße erinnert heute an dieses schreckliche Ereignis.

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